Deutsche Meisterschaft der Seniorinnen

Wir waren dabei.

Da muß man erst 48 Jahre alt werden um einmal an den Deutschen Meisterschaften der Senioren teilzunehmen.

Nachdem wir uns im Februar als Sachsenmeister der AK Ü43 gegen Bautzen durchsetzen konnten, konnten wir ein direktes Ticket zur Deutschen Meisterschaft in Dachau lösen, da leider in Thüringen keine Mannschaft an den Start ging. Das Spiel gegen Bautzen gewannen wir ziemlich klar, dabei hatten wir Unterstützung von 3 Spielern aus Bautzen, die sich schon vorfristig für einen Start bei Markkleeberg entschieden. Somit wurden unsere früheren Gegner aus der Regionalliga zu unseren Mitspielern.

Während Andere das verlängerte Pfingstwochenende für einen Kurztrip nutzten, machten wir uns gemeinsam mit dem von Uta geborgten Bus auf den Weg nach Bayern. Dann hieß es erstmal Hotelzimmer in Beschlag nehmen und auf zur Anmeldung in die Turnhalle. Abendessen gab es gleich vor Ort, ein leckeres Buffet, leider wollten die Getränke nicht so fließen. Deshalb machten wir uns dann auf den Weg zur "Tafernwirtschaft Fischer", wo uns beim Anblick der Speisekarte die Augen übergingen. Also bestellten wir sofort für Samstagabend, was sich als positiv erwies, da es dort richtig rund ging.



Laut Ansetzung hießen unsere Gegner in der Vorrunde TSG Backnang(6.Platz letzten Jahres) und SV Lohhof(Spiel in eigener Halle und 2.Platz Bayrische Meisterschaft). Einige von uns konnten es nicht lassen und suchten im Internet. So wussten wir schon im Vorfeld, das z.B. der SV Lohhof 3 ehemalige deutsche Nationalspielerinnen in seinen Reihen hat. Auch waren im gesamten Turnier verteilt die aktuelle Ü50 Nationalmannschaft aktiv. Bei unseren Vorrundengegnern insgesamt 4, was schon etwas über die Qualität unserer Gegner aussagt. Wir hatten den Vorteil beide Mannschaften im Spiel gegeneinander zu beobachten. Was einige fast zur Resignation brachte, aber unser Ziel lautete ja nicht Letzter werden, also gingen wir tapfer ins erste Match. Mit unserer besten Aufstellung waren wir nicht in der Lage Lohhof in Bedrängnis zu bringen. Vor Allem Schwächen in der Annahme brachten unseren Spielaufbau nicht so richtig in Fluss. Wir gingen etwas geknickt vom Feld. Etwas besser und motivierter gingen wir auf den Platz gegen Backnang. Jeweils bis zur Mitte des Satzes hielten wir auch mit, aber dann war die Luft raus, so dass wir  mit 0:6 Punkten und 0:4 Sätzen wurden wir Letzter in der Vorrunde.

von links nach rechts: Martina H., Uta, Silvia, Katrin, Ulli, Martina B., Schilli, Anni, Anke, Sabine, es fehlt Brudi (Gummitierchen holen)
von links nach rechts: Martina H., Uta, Silvia, Katrin, Ulli, Martina B., Schilli, Anni, Anke, Sabine, es fehlt Brudi (Gummitierchen holen)

Noch war unser Kampfziel erreichbar, der Gegner der Zwischenrunde hieß Wolfenbüttl. Hier waren wir recht gut auf den Gegner eingestellt, Annahme und Feldabwehr wurden besser, da auch der Druck nicht ganz so hoch war. Leider ging aber auch hier der 1.Satz mit 26:24 an unseren Gegner. Aber dann ging ein Ruck durch die Reihen und endlich hatten wir auch etwas mehr Erfolg im Angriff. Den 2.Satz konnten wir mit 25:23 zu unseren Gunsten entscheiden. Der 3.Satz war wiederum heiß umkämpft und ging mit 15:10 an uns. Der Jubel war groß, wir waren nicht Letzter der Deutschen Meisterschaft.

Nun ging es ins Hotel, jeder freute sich auf eine heiße Dusche und saubere Sachen. Das Abendbrot in der Tafernwirtschaft war köstlich. Danach machten wir uns auf den Weg zur Sportlerparty. Dort lief tolle Musik, die allerdings im Vorraum lauter war als im Saal. Also wie vorher angekündigt „altersgerecht“. Der Weg zu den Getränken war mit riesigen Männer verstellt, so dass die Kleineren unter uns schon ganz schön kämpfen mussten um nicht zu verdursten.

Das Aufstehen am Sonntagmorgen, fiel einigen nicht so leicht wie gedacht. Aber Grund war nicht das feiern, sondern einige Blessuren die beim Vortageskampf entstanden. Trotzdem stellten wir uns tapfer der Herausforderung im Kampf um den 9.Platz. 2. Kampfziel, die einstellige Platzierung, war also in greifbarer Nähe. Doch auch Reutlingen war an diesem Tag eine Nummer zu groß. Es durften wieder alle mitgereisten Spielerinnen spielen und das alte Problem der Annahme war wieder da. Und es kam wie es kommen musste Uta knickte im 2. Satz am Netz um und Martina die schon Vortag böse auf die Hüfte gefallen war wurde eingewechselt und knallte bei nächster Gelegenheit auf dieselbe Seite. Gott sei Dank erwies sich sowohl Utas Fuß als auch Martinas Hüfte als heilbar. Also machten wir uns auf den Weg zur Siegerehrung. Der Veranstalter hatte allerdings ein Problem mit dem Anstand, so das sich erst alle Männermannschaften feiern durften und dann nur noch wenige Spieler in der Halle waren um die Frauen zu ehren. Aber die ältesten Frauen bei dieser Meisterschaft hatten das ehrlich verdient. Das Endspiel in der Ü43 war der Knaller. Ein reines bayrisches Finale, Hammelburg gegen Lohhof war wirklich sehenswert und athletisch richtig anspruchsvoll.

Bei der Siegerehrung erhielten wir dann unsere tolle Urkunde und machten uns auf den Heimweg. Danke nochmal an die liebe Uta die uns auch wieder heil nach Hause gebracht hat.

Für mich war diese Meisterschaft ein Erlebnis und ich hoffe das wir nächstes Jahr wieder dabei sind.

#13 Anke

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Kommentare: 3
  • #1

    Uta (Dienstag, 02 Juni 2015 06:39)

    Danke Anke für deine Organisation, welche unsere Teilnahme an der DM und die schönen Stunden zwischen Markkleeberg- Lohhof- Markkleeberg erst möglich gemacht hat.
    Für mich ging ein Wunsch in Erfüllung, wollte ich doch nach einigen DDR-Meisterschaften auch an einer gesamt deutschen Meisterschaft mal teilnehmen. Ich habe für nächstes Jahr den "Bus" schon bestellt :)
    # 22 Uta

  • #2

    Anke (Mittwoch, 03 Juni 2015 08:37)

    Und das ist gut so!

  • #3

    Sabine (Samstag, 13 Juni 2015 11:51)

    Danke für den Bericht, auch ich bin gern wieder nächstes Jahr dabei - Falls die Altersklasse bleibt...

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