Aller Anfang scheint schwer

Dass aus den Überresten einer gestandenen Sachsenliga-Mannschaft und neuen, jungen Spielern über Nacht keine schlagkräftige, eingespielte Mannschaft wird, war Allen klar. 

Dass der Anfang allerdings so holprig verläuft und das Gewinnen so schwerfallen würde, war nicht unbedingt zu vermuten.

Und so brachte der Wochenendausflug nach Dresden leider nicht die erhofften Punkte für das neu formierte Markkleeberger Team. Aber fangen wir vorne an:

 

Die Anreise mit dem beliebten Markkleeberg Stadtmobil verlief wie das Wetter - heiter bis wolkig mit zwischenzeitlichen Böen. Die Stimmung war gut und doch war den Spielern nach den Erfahrungen des ersten Heimspieltages eine gewisse Nervosität deutlich anzumerken.

In der beeindrucken Freiberger-Arena des Dresdner SC angekommen, wehte uns ein kalter Wind um die Nase - das waren wohl die Vorzeichen.

 

Im vor unserem stattfindenden Stadtduell des DSC gegen den Dresdner SSV waren tolle Spielzüge zu beobachten, so dass wir uns schon ein Bild von unserem Gegner machen konnten.

Die jungen Herren des DSC setzten sich schließlich mit 3:2 im Tiebreak durch - war ihr Hunger jetzt gestillt oder hatten sie die Siegesserie gerade erst eingeläutet?

 

Im ersten Satz war von einem deutlichen Auftrumpfen der Hausherren noch nicht viel zu merken. Gegenseitiges Abtasten und ins Spielfinden bestimmten den Verlauf, auch wenn die TSGler bis zum Stand von 15:15 immer leicht hinten lagen. Auch beim Stand von 20:20 war Alles offen. Doch dann wackelte die Annahme der Markkleeberg noch eins ums andere Mal und der Satz ging am Ende mit 25:21 an die Gastgeber.

 

Der zweite Satz verlief noch ausgeglichener als der erste. Punkt um Punkt zogen die Mannschaften immer wieder gleich. Und dann schafften es die Gäste endlich einmal ihre Aufschläge konstant im gegnerischen Feld zu platzieren. Der von Trainer Thomas Recknagel so oft gepriesene Mitteilteil ging mit einer Führung an die TSG. Auch ein kurzes Aufbäumen der DSCler half da wenig. Auf dem Feld war endlich Stimmung und der Wille zum Satzgewinn deutlich spürbar. Da konnten auch die wilden Regelauslegungen des ersten Schiedsrichters nicht mehr viel ausrichten. Die Markkleeberger holten den Satz, verdient, mit 25:23.

 

Jetzt musste die Form konserviert und der Schwung mit in den nächsten Satz genommen werden - Pustekuchen. Auf der anderen Feldhälfte angekommen, war davon wenig zu spüren. Der Männer aus der SEENsationellen Stadt liessen den ELBEstädtern wieder den Vorrang und der Satz ging deutlich nach Dresden.

 

Aber im Volleyball ist ja so Vieles möglich - also Ring frei zu 4ten Runde. Mit geänderter Aufstellung (Andi für Mirko im Zuspiel und Heimkehrer Sascha für Kuno auf Mitte) sollte es gerichtet und der Tiebreak erkämpft werden.

Der Biss war da, lange Ballwechsel entschieden diesmal die TSGler für sich und eine Aufschlagserie vom Zuspieler Andreas Patzer brachte uns mit 17:14 in Führung. Was dann folgte war eine Mischung aus jugendlichem Ungestüm, schiedsrichterischer Verwirrungstaktik und Nervosität.

Die Dresdner wollten es drehen und käpften sich wieder heran. Eigentlich klare Aktionen der Markkleeberger landeten im Einerblock. Der Schiri konnte eine Hängematte nicht von einem Netz unterscheiden und das glücklichere Ende gehörte dem DSC mit erneut 25:23. 

Was bleibt zu konstatieren:

  • die konsequente Umsetzung des 5-1-Systems mit einem super-gut aufgelegten Matze Balzer auf Diagonal machte richtig Freude
  • die Fähigkeit, der Wille und die Lust am Volleyballspiel waren zwischenzeitlich deutlich zu spüren
  • auch die jüngeren Spieler können mit tollen Aktionen, wie im Außenangriff bei Marian Kühn gut zu sehen, in dieser Liga bestehen
  • das Spiel fängt mit dem ersten Angriff - dem Aufschlag - an, doch in diesem Element entfalteten wir deutlich zu wenig Druck
  • das eigene Spiel entwickelt sich immer aus eine stabilen Annahme - und die war nur teilweise zu verzeichnen, was es für die Zuspieler nur noch viel schwerer macht

Und jetzt?

  • gewinnen wir einfach das nächste Spiel ;-)

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Kommentare: 1
  • #1

    Der Co (Dienstag, 11 Oktober 2011 10:40)

    Wir gewinnen einfach die nächsten SPIELE!!!

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