(zumeist) gelungener Formtest

Neben die Vorfreude auf ein ausgiebiges Volleyball-Wochenende mischte sich auch eine bange Erwartungshaltung. Was kann diese neu zusammengestellte Mannschaft im direkten Vergleich gegen echte Gegner leisten? 

Die Mannschaftsnamen waren bekannt - aber was sind schon so ein paar Buchstaben geben 2,05 m große Mittelblocker - live und in Farbe?

Schon beim Betreten der Halle war klar, dass wir zumindest nicht zu den Längsten im Starterfeld gehörten.

 

Das erste Match gegen Glashütte-Schlottwitz (Sachsenklasse) war noch von Unsicherheiten in verschiedenen Positionen geprägt - das Ergebnis entschädigte dann doch. Erster Sieg im ersten richtigen Spiel.

 

Das zweite Spiel des Tages war da schon eine ganz andere Nummer. Die Bayernligisten aus München nutzen jede Unsicherheit und konnten mit dem besser aufeinander abgestimmten Spiel immer wieder gegen unser neues Team punkten. Am Ende gewannen die blau-weißen - aber dafür waren wir ja hergekommen, um herauszufinden, in welchen Elementen wir noch zu arbeiten haben.

 

Und so gewannen wir dann mit deutlich veränderter Einstellung und in einem völlig anders verlaufenden Spiel gegen die Mannen der Landesklasse-Vertretung aus Halle. Da nütze pure, körperliche Überlegenheit auf der anderen Netzseite wenig.

Der von den Spielern wenig geliebte Float-Aufschlag erzielte diesmal Wirkung und unser Spiel wirkte zum ersten Mal abgestimmt.

 

Nach dem Ende der Vorrunde lagen wir also auf Platz 2 unserer Gruppe - gar nicht schlecht für die Premiere. Doch was dann kommen sollte, erschreckte den einen oder anderen Spieler doch ein wenig.

Zwischengruppe winner B:

  • CV Mitteldeutschland II (Regionalliga)
  • VSV Oelsnitz (Regionalliga)
  • TSG Markkleeberg II (Sachsenliga)
  • Pirna-Copitz (Landesklasse)

Der Tag war schon weit fortgeschritten und es war schon lange Zeit für das 2te Bier ;-) Doch vor den Lohn hat der liebe Gott den Schweiß gesetzt.

 

Das Spiel gegen die Elbestädter aus Pirna verlief auf gutem Niveau, wenn auch fast unspektakulär. Unsere Mannschaft hatte aus den ersten Spielen Selbstvertrauen und ein ganz gutes Gefühl mitgenommen. Und nach dem Hallenwechsel durften nach hunderten Floats endlich auch mal wieder mal Sprungaufschläge gemacht werden. Diese erzielten das eine oder andere Mal auch ganz gut Wirkung - und kosteten uns bei hoher Fehlerquote zahlreiche, wenn auch nicht spielentscheidende, Punkte. Am Ende also Sieg nach Punkten!

 

Danach pfiffen wir das Spiel der Mitteldeutschen Volleys gegen die Vogtländer aus Oelsnitz. Und schon hier durften wir Bekanntschaft mit den verbalen "Angriffen" der erfahrenen Alt-Bundesligisten machen - da kam schon ein wenig Vorfreude auf das Spiel gegen die vermeintlich übermächtigen langen Kerls auf.

Ach ja - Spergau am Ende klar mit 2:0 gegen den sächsischen Regionalligisten.

 

Nun mussten wir gegen die zuvor düpierten Oelsnitzer ran. Wir hatten keine Chance - also wollten wir sie nutzen.

Die Stimmung auf unserer Netzseite war gut - fest waren nur unsere Angriffe - der Kopf war locker.

Im besten Spiel des Tages für die Markkleeberger Jungs gab es naben sehenswerten Angriffen und Blocks endlich auch ordentlich Bewegung auf dem Feld. Feldabwehr in kaum geahnter, jedoch vom Trainer im letzten Training auf den Plan gesetzter, Manier brachte sehenswerte Ballwechsel.

Am Ende lagen die Regionalligisten zweimal nur ganz knapp vorn. Doch unzufrieden mussten wir nicht sein. Ordentlicher Volleyball mit Spaß an der Freude - Abschlussparty, wir kommen.

 

Dass die Jungs nicht nur auf dem Feld super zusammen passen, war deutlich zu sehen. Sowohl die Getränkewahl, die vertilgte Menge und der Tanzstil waren so aufeinander abgestimmt, dass man glauben konnte, dass man es mit einem schon jahrelang eingespielten Team zu tun haben könnte.

Und nach der kurzen Nacht, hatten auch fast alle Spieler den gleichen Gesichtsausdruck.

 

Nach Konterbier und Kaffee ging es gegen die mitteldeutschen Regionalligisten aus Spergau. Am gestrigen Tag in Aktion gesehen, überwog auf unserer Feldhälfte schon Respekt. Doch die Gesichter auf der anderen Netzseite sahen fast noch zerknirschter aus, als auf unserer - falls das ging. Das Spiel begann - mit zahlreichen Fehlern - und wir führten schnell mit 0:4. Was war passiert - wir spielten auf durchschnittlichem Niveau und die Anderen konnten nicht besser. Und so ging der erste Satz nach stärker werdender Gegenwehr der Spergauer und verbalen Ausrutschern des einen oder anderen erfahrenen Regionalliga-Spielers überraschend an uns. 

Gut gelaunt und mit Morgenluft in der Nase wechselten wir die Feldhälften und den Spielball. An dem lag es zwar nicht - aber der zweite Satz ging nicht so glatt über die Bühne. Eigene Fehler und munter werdende Gegner machten das Spiel eng. Die nervösen C-Schiri-Prüflinge liessen den Puls einiger Spieler auch nicht ruhiger werden. Am Ende siegten die CVer - knapp aber eben doch.

Der TieBreack musste also die Entscheidung bringen. Verbissenere Gesichter auf beiden Feldhälften und einige Unsicherheiten im Markkleeberger Spiel brachten die Spergauer in Führung. Auch Auszeiten und gut gemeinte Hinweise von Coach Thomas Recknagel brachten nur teilweise Entlastung.

Am Ende gewannen die Regios aus Sachsen-Anhalt. Doch wir hatten gesehen, dass die eben auch nur mit dem Ball spielen und das Feld auch auf deren Seite 81 qm zum Ballversenken hat.

 

Das Spiel um Platz 5 schenkten wir dann auf Grund der fortgeschrittenen Zeit weg. Genug Volleyball für ein Wochenende und Zeit die Knochen auszuruhen.

Insgesamt ein Volleyballfazit mit Auf´s und Ab´s - aber je stärker der Gegner, um so konzentrierter und stärker die Markkleeberger. 

Das macht auf jeden Fall Hoffnung für die bevorstehende Spielzeit.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Der Co (Montag, 05 September 2011 10:13)

    ...hätte ich nicht besser formulieren können!

  • #2

    bauchi (Montag, 05 September 2011 12:05)

    Schade, ich bin extra für das Spiel um Platz 5 angereist...
    Platz 6 klingt aber richtig gut, Hut ab

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