Der Tag der Entscheidung - Top oder Flop?

„Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht einer inneren Einstellung.“      (Erich Fromm)

Am 05. März 2011 begab sich die 3. Männermannschaft auf den Weg zum VSG Leipzig. Die Ausgangslage war glasklar: Wir müssen dieses Spiel gewinnen um den Aufstieg in die 1. Bezirksklasse noch aus eigener Kraft schaffen zu können. Der VSG Leipzig lag vor dem Spiel noch in Reichweite, da er nur aufgrund der besseren Satzdifferenz in der Tabelle vor uns auf Platz zwei lag.

Dieser Gedanke nahm uns jedoch nicht die Nervosität und den Druck, dass wir dieses Spiel siegreich vollenden müssen. Zu unserer Aufregung kam hinzu, dass unser Trainer seiner Kreativität in der Mannschaftsaufstellung wieder einmal freien Lauf ließ und unseren Mittelblocker Willi mit Jesus ersetzte.

 

Zu Beginn tasteten sich beide Mannschaften ab. Dabei war auffällig, dass der wir Schwächen in der Annahme hatten. Die Bälle kamen ungenau und oberflächlich gespielt ans Netz, sodass unsere Zuspieler Mirko und Philipp Deubel zu kämpfen hatten um die Bälle den Angreifern zuzustellen.

 

Wir fanden auch auf Grund der schlechten Annahme nicht ins Spiel. Angriffe wurden leichtsinnig verschenkt und auch im Block konnten wir nur wenige Akzente setzen und somit kaum Pluspunkte sammeln.

Unser Gegner spielte –wohl auch angesichts der 30-jährigen Spielerfahrung - konzentrierten Volleyball und zeigte nur wenig eigene Fehler. Hinzu kam, dass ebenso unsere Angaben nicht einmal den Anschein einer Gefahr aufwiesen. Somit konnten wir uns glücklich schätzen den ersten Satz nur mit 5 Punkten Rückstand 25:20 verloren zu haben.

 

Im zweiten Satz hatten wir wieder auf der Mittelblockerposition umgestellt: Willi kam erneut zum Zug. Gregor betrat für Andreas den Ring und Steve ging auf der Diagonalposition ins Rennen. Jedoch sollten diese Wechsel keine große Wirkung zeigen. Der VSG Leipzig blieb uns immer noch spielerisch überlegen. Wir ließen zu viele Spielzüge über die Außenangreifer laufen, die jedoch kaum gewinnbringende Aktionen zeigten. Lediglich Sascha konnte ab und an mit seinen harten und überraschenden Schmetterbällen punkten. Auch der Zuspielerwechsel bei dem Philipp für Mirko beim Spielstand 8:11 das Feld betrat, zeigte nicht das gewünschte Ergebnis. Die Kombination aus schlechter Annahme, unsorgfältigem Zuspiel und noch grausigerem Angriff brachte uns weiter in Rückstand. Die Nervosität schlug sich nun auch in den Angaben nieder, da wir versuchten jene sicher über das Netz zu bringen. Doch durch diese Zaghaftigkeit erleichterten wir unseren Gegnern zunehmend die Annahme.

Irgendwie schafften wir es dem VSG Leipzig immer wieder gefährlich nahe zu kommen, blieben aber doch nur auf Tuchfühlung. So konnten wir bei dem Punktestand 18:20 nach der Auszeit in der entscheidenden Phase einfach nicht aufholen und verloren den Satz letztendlich mit 21:25.

 

Demotiviert verloren wir auch im dritten Satz komplett die Kontrolle. Unser kaum noch steigerbares Spielunvermögen verschlechterte sich noch mehr und kam einer Katastrophe gleich.

Die Spieleraufstellung wurde zu Beginn und während des Satzes noch einmal geändert. Unser Sprössling Timmi übernahm nun für Gregor das Zepter des Außenangreifers. Doch der Wechsel erwies sich als aussichtslos, sodass Gregor wieder ins Feld kam. Somit konnten all diese taktischen Spielerablösungen weder der Mannschaftsleistung zum Sieg verhelfen noch die Motivation der einzelnen Spieler erhöhen. Eher bestätigten diese Wechsel noch die Überlegenheit des VSG Leipzig gegen dessen Siegeswillen wir nichts ausrichten konnten.

Wo war unser eigener Wille für den Erfolg und vor allem unsere innere positive Einstellung und das Selbstvertrauen geblieben?

Konzeptionslos, kampflos und leidenschaftslos mussten wir uns nach nur 16 Minuten sang- und klanglos in diesem Satz mit 12:25 geschlagen geben. Niedergeschlagen und wütend auf unsere eigene nicht vorhandene Spielleistung verließen wir das Spielfeld mit dem Gedanken im Hinterkopf nun höchstwahrscheinlich den Aufstieg in die 1. Bezirksklasse verpasst zu haben.

 

Zusammenfassend müssen wir jedoch sagen, dass wir bis zu diesem Zeitpunkt eine gute Saison gespielt und hart gekämpft hatten um an den punktgleichen VSG Leipzig und den SV Stahl Brandis heranzukommen. Dieser Kampfgeist hat uns gezeigt, dass wir das Potenzial für eine höhere Liga haben und bereit sind es endlich auch zu zeigen. Jener fehlte jedoch am besagten Samstag. Die Wahrscheinlichkeit den Aufstieg in dieser Saison noch zu schaffen ist jetzt nur noch geringfügig klein.

Unser Ziel muss es daher jetzt sein unsere Konzentration auf die letzten zwei Spieltage der Saison zu lenken. Wir sollten uns nicht nur vornehmen wieder unser Spiel unter Kontrolle zu bringen, sondern auch das Ende der Saison erfolgreich abzuschließen um in der eigenen Halle ungeschlagen zu bleiben Auf geht’s Männer: Raus aus dem alten Trapp! Burschikos, kompromisslos & fehlerlos in die letzten Züge der Saison!

 

Es spielten: Philipp und William Rößner, Mirko Schmidt, Sascha Grauert, Christoph Doetsch, Geronimo Gußmann, Andreas Patzer, Steve und Tim Rudzik, Philipp Deubel, Gregor Kaczmarek, Friedrich Pehnert

 

13.03.11, Gregor Kaczmarek

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