Noch nicht in der Bezirksklasse angekommen

Nach erfolgreicher Relegation und intensiver Saisonvorbereitung mussten die „jungen Wilden“ der 3. Männermannschaft das erste Mal in der Bezirksklasse antreten.

Beim Gastgeber Stahl Brandis konnten wir im 1. Spiel gegen die 3. Reudnitzer Vertretung sehen, auf welchem Niveau sich die Spiele dieser Spielklasse abspielen sollten. Bereits in diesem Spiel wurde deutlich, dass die Gastgeber keine Frage an ihrer Hausmacht aufkommen lassen wollten. Auch wenn die Reudnitzer über große Phasen der Party keinen starken Eindruck machten, war die Überlegenheit der Brandiser nicht zu übersehen. Und so endete das Spiel klar mit 3:0 für die Heimmannschaft.

 

Nun war es an uns, es besser zu machen. Nervosität aber auch Zuversicht mischten sich bereits beim Einspielen. Mit guten Spielzügen, die in der Vorbereitung und im Training schon ganz gut klappten, würden wir punkten können. Aus einer stabilen Annahme heraus wollten wir unser schnelles Spiel aufbauen. Doch da hatten die Hausherren Einiges dagegen!

 

Mit zum Teil druckvollen und auch variablen Aufschlägen von der besseren Hallenseite (mehr Platz hinter dem Feld) wollte keine konstante Annahme gelingen, obwohl Libero Philipp Deubel zumeist mit Konstanz und Stabilität überzeugen konnte.

Aber selbst bei gelungener Annahme und leider nur passablen Angriffsaktionen fand unser Team nicht zu seinem Rhythmus. Zu oft fanden unsere Bälle den Weg in den gegnerischen Block. Als spielentscheidender sollte sich aber unsere plötzliche Aufschlagschwäche zeigen – Ball um Ball landeten im Netz oder aber im Aus. Und mit sinkendem Vertrauen in die eigene Aufschlagfähigkeit wurde der Druck auf die stärker aufspielenden Brandiser noch weniger.

So endete der 1. Satz mit 25:19 gegen uns – wer weiß, was mit vermeidbaren Aufschlagfehlern und dem sich daraus entwickelnden Spiel sonst noch möglich gewesen wäre.

 

In unveränderter Formation (Mirko Schmidt – Sascha Grauert – Philipp Rößner – Franz Mahrwald – Gregor Kaczmarek – William Rößner) starteten wir in den zweiten Satz. Aber auch die bessere Aufschlagzone verhalf uns nicht zur erhofften Steigerung. Druckvollen Brandiser Angriffen mit lautstarker Unterstützung der anwesenden Zuschauer hatten die jungen TSGler in Block und Feldabwehr zu wenig entgegenzusetzen. An ein eigenes, schnelles Spiel war in dieser Phase nicht zu denken. Doch nur mit einem eigenen, starken Auftritt ist solch ein Gegner zu knacken.

Der zweite Satz endete dann auch, trotz Wechsel auf der Außenangreifer-Position (Jens Helbing für Sascha Grauert), nicht ganz erfolgreich aber mit 21 Punkten für uns.

 

Im dritten Satz versuchten wir mit veränderter Aufstellung (Andreas Patzer im Zuspiel) das Blatt noch einmal zu wenden. Mit einigen erfolgreichen Flatteraufschlägen des Neuen und insgesamt verbesserter Blockarbeit sah es zunächst auch nicht schlecht aus. Nachdem sich aber wieder Aufschlagfehler und Angriffe in den beständigen Doppelblock der Gastgeber häuften, sträubten sich nicht nur beim Coach die Haare. Da halfen auch verzweifelte Joker-Einwechslungen (Jeppe Reinsch) im Aufschlag, die in der Relegation noch zu zahlreichen Punkten geführt hatten, nicht mehr. Mit 25:16 schickten die Brandiser uns vom Platz und zeigten, dass sie in dieser Saison ihre Ambitionen auf den Aufstieg umsetzen wollen.

 

Was bleibt, ist eine erste Erfahrung in der neuen Liga, eine Mannschaft, die gelernt hat, sich bei eigenen Fehlern nicht auf dem Feld zu zerfetzen und die Erkenntnis, dass wir ab jetzt nicht mit 70%iger Leistung gewinnen können.

 

Das will dieses junge Team beweisen – Gelegenheit dazu bietet sich bereits am nächsten Samstag (25.09.2010) ab 13:00 Uhr in eigener Halle gegen das bereits erwähnte Team aus Reudnitz und die 2.Mannschaft aus Borna.

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